Folge 25

Netzwerken – unser ganz persönlicher Netzwerk-Knigge

In der letzten Folge ging es um die Grundhaltung beim Netzwerken. Heute geben wir Ihnen unsere persönlichen Dos and Don‘ts an die Hand.
Damit das Netzwerken nicht nur zum Erfolg führt, sondern dabei auch noch richtig Spaß macht.

Der Netzwerk-Knigge

  1. Wie stelle ich mich richtig vor?
    Außer dem eigenen Namen muss ein richtig guter Satz her. Ein Satz, der Sie charakterisiert, damit Ihr Gesprächspartner sich etwas vorstellen kann und weiß, was er oder sie potenziell erwarten kann. Fast wie ein Mini-Elevator-Pitch. Alles ist erlaubt, außer langweilen. Überlegen Sie sich diesen Satz vorher und probieren Sie ihn bei Freunden oder Bekannten aus. Dann können Sie noch nachjustieren.
  2. Immer genügend Visitenkarten dabeihaben! Das ist deshalb wichtig, weil man oft erst ganz zum Schluss auf die wirklich interessanten Menschen trifft. Und dann ist es besonders ärgerlich, wenn die Visitenkarten alle sind.
  3. Verteilen Sie Ihre Visitenkarten nie wie ordinäre Spielkarten. Die eigene Wertschätzung bekommen Sie von Ihrem Gegenüber gespiegelt.
  4. Strahlen Sie Positives aus! Man sieht den Menschen nämlich sehr deutlich an, wenn Sie mit sich und der Welt zufrieden sind. Menschen mit einer positiven Ausstrahlung und Energie wirken auf andere extrem anziehend.
  5. Business-Dresscode: Wählen Sie dem Anlass entsprechende Kleidung, aber achten Sie immer darauf, dass Sie sich darin wohlfühlen. Sie sollen authentisch bleiben und sich nicht verkleiden. Mit authentisch meinen wir freundlich, zugewandt, interessiert und ehrlich.

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Der Trüffelkompass
Von der Persönlichkeit zur Marke zum Business

Wenn Sie diese Grundlagen beachten, dann können Sie loslegen. Vermeiden Sie allerdings folgende klassische Fehler beim Netzwerken:

  1. Sofort mit der Tür ins Haus fallen und gleich etwas wollen. Das ist ein klassischer Anfängerfehler und ganz schlechter Stil.
  2. Sich sofort verabschieden, sobald man die gewünschte Information hat. Das kommt fast immer schlecht an und bleibt auch negativ in Erinnerung.
  3. Aus jedem Gespräch eine Verkaufsveranstaltung machen. Beim Netzwerken geht es zunächst um den Menschen und erst dann ums Business.
  4. Kontakte vernachlässigen mit der Ausrede: keine Zeit! Lieber weniger Kontakte suchen und diese gut pflegen als überall dabei sein und dafür nur oberflächliche Kontakte knüpfen. Ihr Ziel ist ein tragfähiges Netzwerk und nicht eine anonyme Masse an Kontakten

Ihr Netzwerk sollten Sie knüpfen BEVOR Sie es wirklich brauchen. Das ist sehr wichtig, denn wenn Sie erst ans Netzwerken denken, wenn Sie ein konkretes Problem lösen wollen, dann klappt das garantiert nicht. Das Geben muss zuerst kommen, und niemand begegnet einem Bittsteller wirklich auf Augenhöhe.

Man baut Netzwerke, wenn man sie nicht braucht, um davon zu profitieren, wenn man sie braucht.

Wenn Sie Ihr Netzwerk erweitern wollen, dann müssen Sie selbst aktiv werden und Ihre Komfortzone verlassen.
Ein Sprung ins kalte Wasser kann enorm erfrischend sein. Deshalb müssen Sie nun aber nicht sofort vom 10-Meter-Turm springen und wahllos jeden ansprechen. Überlegen Sie in Ruhe, was Sie mit Ihrem künftigen Netzwerk erreichen wollen und welche Personen Ihnen dabei helfen können.
Dann versuchen Sie langsam, einen Kontakt herzustellen und aufzubauen – etwa mit ersten Tweets, Kommentaren auf Facebook und dezenten Mails. Lassen Sie sich Zeit – Qualität kommt vor Quantität. Denken Sie daran, regelmäßig nachzuhaken: Bei neuen Kontakten sollten Sie sich binnen drei Tagen noch einmal kurz melden – per E-Mail, Brief oder Telefon. Sonst zerreißt das noch zarte Band.

Falls es Sie Überwindung kostet, auf Netzwerkveranstaltungen zu gehen und mit fremden Menschen zu sprechen, versuchen Sie es mit einer spielerischen Herangehensweise. Nehmen Sie sich zum Beispiel vor, mit mindestens drei Menschen zu sprechen und erzählen Sie am besten jemandem davon. So machen Sie einen kleinen Wettkampf daraus und die eigene Schüchternheit rückt in den Hintergrund. Oder Sie nehmen einen guten Freund oder Kollegen mit auf die Veranstaltung, verabreden aber schon vorher, dass Sie nicht die gesamte Zeit zusammen verbringen. Sonst haben die anderen ja keine Möglichkeit, auf Sie zuzukommen und ein Gespräch zu beginnen.
Natürlich ist es hilfreich beim Netzwerken, wenn man eloquent plaudern kann. Aber einen genauso guten Eindruck macht, wer kluge Fragen stellt, mit Rückfragen Interesse zeigt und sich als guter Zuhörer beweist.

„Networking“ ist – wie das Wort „working“ schon sagt – durchaus harte Arbeit.

Der Geist muss ständig hellwach bleiben, Stresspegel und Reaktionsgeschwindigkeit sind entsprechend hoch. Wer voller Energie und Konzentration ist, fasziniert andere Menschen und wird sicher interessante Gespräche führen. Wer müde und mürrisch ist, natürlich nicht.
Daher sind auch Pausen bei solchen Veranstaltungen sehr wichtig . Dazu kann man kurz an die frische Luft gehen , sich was zu trinken holen oder Ähnliches. Und es ist auch keine Schande, irgendwann nach Hause zu gehen, weil man müde wird.

Unseren kleinen Netzwerk-Knigge finden Sie wie immer in unseren Shownotes. Sie können ihn ausdrucken und über dem Schreibtisch oder am Kühlschrank aufhängen. Planen Sie die Teilnahme an einer Veranstaltung, dann schauen Sie nochmal drauf. Sie werden sehen, Netzwerken macht Spaß und man lernt interessante Menschen kennen. Nach und nach wächst Ihr Netzwerk und die neuen Kontakte werden Ihnen im Business helfen.

Lassen Sie uns an Ihren Fortschritten gerne teilhaben! Erzählen Sie uns von Ihrem Weg ins Business. Welche Tipps konnten Sie umsetzen und wie? Wir freuen uns über Feedback und spannende Geschichten.

Am besten Sie legen gleich los und suchen sich eine passende Netzwerkveranstaltung raus – on- oder offline. In unserem kleinen Handbuch fürs Netzwerken in den Shownotes sind noch einmal alle Tipps für gutes Netzwerken zusammengefasst. Also raus aus der Komfortzone und viel Spaß dabei!

Die Shownotes zu Folge 25:

Der Trüffelkompass - Der Netzwerk-Knigge
Download pdf 529,70 KiB

Mona Gabriel
Dipl. Wirt. Ing. (FH) mit Schwerpunkt Marketing & PR

Weltbürgerin mit Durchblick – macht aus Ideen klare Worte. Texte für Websites, Newsletter, Pressemitteilungen.
Studium der Werbewirtschaft und Werbetechnik, sowie PR- und Öffentlichkeitsarbeit. Erfahrung in Verlagsmarketing, als freie Journalistin, Lektorin und Texterin. Mehrsprachig und in verschiedenen Kulturen und Ländern aufgewachsen.

Mehr zu Mona Gabriel und zu ihren Seminaren und Workshops finden Sie hier…. mehr

Claudia Richardt
Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing, Systemische & Design Thinking Coach

Weltbürgerin aus Liebe und Leidenschaft – nimmt Ideen, prüft sie auf Umsetzbarkeit, mischt sie mit Notwendigkeiten und schafft mit einem tollen Netzwerk den passenden Außenauftritt. Für jeden einzelnen Kunden etwas Neues und Besonderes.

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