Folge 19

Content – Welche Inhalte für wen und wo?

In der letzten Folge haben wir uns damit beschäftigt, wie man einen guten Mediaplan erarbeitet. Nun stellt sich bei vielen Unternehmern die Frage: Wie kann man so viel relevanten Inhalt produzieren, der die Kunden wirklich interessiert? Denn natürlich sollten Sie Ihre Kunden nicht mit unnützem Geschwätz nerven, sondern interessante Infos liefern, die das Unternehmen sympathisch machen.

In dieser Folge geht es also um die Inhalte Ihrer Botschaften – neudeutsch „Content“.

Bevor es hier konkret wird, sollten Sie sich aber die Frage stellen, wie Sie selbst sich in der Öffentlichkeit zeigen wollen (online und offline). Heutzutage wird so gut wie jeder Kunde zuerst im Netz nach Ihrem Unternehmen suchen. Die Netzpersönlichkeit sollte also möglichst perfekt zum Unternehmen passen. Wir vom Trüffelkompass treten also nochmal einen Schritt zurück und beschäftigen uns zunächst mit Ihnen als Person.

Alles, was Sie im Netz mit der Öffentlichkeit teilen, wird Teil Ihrer Online-Persönlichkeit. Und was einmal im Netzt steht, bekommt schnell eine Art Eigenleben und sollte deshalb hundertprozentig zum Markenimage passen.

Vorab stellt sich die Frage: Wie viel Persönliches wollen Sie im Netz teilen? Denn einerseits lieben viele Kunden persönliche Hintergründe, aber andererseits sollten Sie nur so viel Persönliches teilen, dass Sie sich damit wohl fühlen. Außerdem sollte die Netz-Identität zu Ihrer Persönlichkeit im realen Leben passen. Es hat keinen Sinn, im Netz völlig anders aufzutreten als in echt. Damit fühlt man sich meist nicht wohl und Kunden merken das schnell. Man wirkt nicht authentisch – das ist anstrengend und bringt auf lange Sicht gar nichts.

Um sich der eigenen Netzpersönlichkeit zu nähern, kann man auf die Hashtag-Übung aus der letzten Folge nochmal zurückgreifen. Beschreiben Sie Ihr Unternehmen und Ihre Persönlichkeit in drei Schlagwörtern. Damit konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche, was im Mittelpunkt Ihrer Kommunikation stehen sollte. Was ist ihr konkretes Angebot? Und warum können Sie das am besten?

Bei Mona Gabriel wäre das zum Beispiel: Texte. Struktur. Mit Spaß. Aber es gibt ja auch noch andere Aspekte: Weltbürgerin. Beratung für Interkulturelle Themen.

Oder bei Claudia Richardt: Gründung, Wachstum und Kreativität.
Oder doch lieber Gründung, Change und Innovation.

Wenn daraus erste Hashtags zur Nutzung in den Sozialen Medien entstehen, umso besser! Aber: Die Hashtags müssen für Ihre Kunden wirklich relevant sein, sonst finden sie Sie nämlich trotzdem nicht. Lieber 3-5 richtig gute Hashtags als 15 unscharf formulierte Allerweltsaussagen.

Befragen Sie auch Freunde oder bestehende Kunden, wie diese Sie beschreiben würden. Das bringt oft ganz neue Erkenntnisse, denn die sehen Sie vielleicht ganz anders, als Sie denken.

Die nächste Grundsatzfrage für sämtliche Kundenansprachen: Du oder Sie?

Diese Frage sollten Sie sich auf jeden Fall VOR dem Einstieg in die Kommunikation stellen – insbesondere was die Online-Medien betrifft. In manchen Branchen ist das Du selbstverständlich, auch das Alter von Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten spielt eine Rolle. Denn natürlich sollten auch Ihre Mitarbeiter und Lieferanten Teil dieser Überlegungen sein. Erstens weil auch diese Ihre Online-Kommunikation wie Webseite oder Posts im Internet lesen können. Fast noch wichtiger ist es allerdings, dass auch Ihre Mitarbeiter einen ähnlichen Ton im Gespräch oder Mails mit den Kunden anschlagen sollten. Denn nur wenn alle ähnlich kommunizieren, entsteht beim Kunden ein stimmiges Bild, wie zum Beispiel „freundlich, aber eher seriös und distanziert“ oder „locker und umgangssprachlich“.

In manchen Medien ist heutzutage das „Du“ eher üblich. Was nicht heißt, dass man deshalb auf Facebook deshalb zwingend alle duzen muss. Aber man sollte es zumindest im Hinterkopf behalten, damit man weiß, dass man hier mit einer Ansprache mit „Sie“ durchaus aus dem Rahmen fällt.

Der Trüffelkompass
Von der Persönlichkeit zur Marke zum Business

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Als Übung und Entscheidungshilfe können Sie probeweise eine Nachricht oder einen Post mit der Ansprache „Sie“ verfassen und dann nach „Du“ umschreiben. Zum Beispiel: Kündigen Sie ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung an und laden Sie Ihre Kunden ein, das Produkt bei einem Tag der offenen Tür in der Firma kennenzulernen.

Sie werden sehr schnell merken, dass Sie selbst schon ganz anders formulieren wollen, wenn Sie „Du“ anstatt „Sie“ verwenden. Und beim laut Vorlesen ist die Wirkung ebenfalls eine andere.

Nun haben Sie also einen Zeitplan, eine Auswahl an Medien, die Sie bestücken wollen, und wissen schon etwas darüber, wie Sie die Kunden ansprechen wollen. Außerdem haben Sie eine Vorstellung davon, wie Ihre Unternehmerpersönlichkeit aussehen soll. Jetzt geht es endlich um den Inhalt.

Dafür haben wir in den letzten Folgen schon gut vorgearbeitet. Aus den letzten Podcast-Folgen kennen Sie Ihre Zielgruppe genau, Sie wissen, wo sie zu finden ist und für welche Informationen sich diese Menschen interessieren. Nun sollten Sie sich überlegen, ob Sie in Ihrer Kommunikation in einen echten Dialog treten möchten oder ob sie ausschließlich informieren wollen. Und im letzten Schritt können Sie die einzelnen Themen und Informationen beschreiben und den verschiedenen Medien zuordnen.

  • Welche Infos suchen die Kunden über das Unternehmen?
    Für welche Geschichten interessieren sie sich?
  • Welche Hintergrundstorys könnten Sie noch interessieren?
    Ein Blick in den Unternehmensalltag? Wer Ihre Kunden/Mitarbeiter/Lieferanten sind und was sie so tun?
  • Wo suchen sie diese Infos? Und wie wollen sie angesprochen werden?
    Mit einem persönlichen Newsletter? Auf einer schicken Postkarte im Bio-Laden? Oder doch bei Instagram oder Facebook?

Jetzt ist Kreativität gefragt, und dabei unterstützen wir vom Trüffelkompass Sie sehr gerne!

Einige Beispiele aus unserer Arbeit: Wenn bekannt ist, dass die Kunden sich für das Thema Nachhaltigkeit besonders interessieren, dann könnte man eine kleine Artikelserie planen, in der beschrieben wird, wo Ihre Rohstoffe herkommen und wer daran arbeitet (als Blog oder in den Sozialen Medien). Ein Kunde aus der Gesundheitsbranche könnte Gesundheitstipps im Alltag in den Veröffentlichungen integrieren oder moderne Gesundheitsmythen wissenschaftlich beleuchten.

Es geht eben NICHT primär darum, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung anzupreisen, sondern darum, interessante Inhalte für Ihre Kunden zu liefern. Durch interessante Themen und Inhalte sammeln Sie bei Ihren Kunden Sympathiepunkte, Sie bleiben im Gedächtnis und wirken für Ihr Kernthema kompetent.

Wenn Sie relevante Inhalte liefern, dann stehen Sie automatisch ganz oben auf der Liste kompetenter Ansprechpartner, wenn Ihr Kunde demnächst nach einer Lösung für sein Problem sucht. Eine solche Kundenbindung ist deutlich stabiler, als man sie mit einer einfachen Werbebotschaft erreichen könnte. Die Marke soll im Kopf von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern entstehen: kompetent und mit positiven Emotionen verbunden.

So wie wir das ja auch mit dem Trüffelkompass machen. Wir bieten kompetente Begleitung von der Idee bis zum eigenen Business, die fachlich fundiert ist und bei der der Spaß am eigenen Business erhalten bleibt.

Einige Anregungen und Übungen finden Sie wie immer in unseren Shownotes. Und wenn Sie den Anfang nicht finden, dann wenden Sie sich gerne direkt an uns vom Trüffelkompass. Denn gerade in dieser Planungsphase liegt unsere Stärke.

Die Shownotes zu Folge 19:

Der Trüffelkompass - Content
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Mona Gabriel
Dipl. Wirt. Ing. (FH) mit Schwerpunkt Marketing & PR

Weltbürgerin mit Durchblick – macht aus Ideen klare Worte. Texte für Websites, Newsletter, Pressemitteilungen.
Studium der Werbewirtschaft und Werbetechnik, sowie PR- und Öffentlichkeitsarbeit. Erfahrung in Verlagsmarketing, als freie Journalistin, Lektorin und Texterin. Mehrsprachig und in verschiedenen Kulturen und Ländern aufgewachsen.

Mehr zu Mona Gabriel und zu ihren Seminaren und Workshops finden Sie hier…. mehr

Claudia Richardt
Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing, Systemische & Design Thinking Coach

Weltbürgerin aus Liebe und Leidenschaft – nimmt Ideen, prüft sie auf Umsetzbarkeit, mischt sie mit Notwendigkeiten und schafft mit einem tollen Netzwerk den passenden Außenauftritt. Für jeden einzelnen Kunden etwas Neues und Besonderes.

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